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| Holunder
(lateinisch Sambucus)
Der schwarze Holunder gehört zur Familie der Geissblattgewächse (Caprifoliaceae). Er ist auch unter dem Namen Alhorn, Holder, Holler und Fliederbeere bekannt. Der Holunderbusch wächst besonders gerne in der Nähe von Behausungen, daher ist es meistens recht einfach, ihn zu finden. Im Laufe des Mais entfaltet er seine weissen Dolden, die weithin duften. Der Holunder ist ein heimisches Gehölz, denn er stammt aus Mitteleuropa. Ursprüngliche Standorte waren Auwälder und Flussufer. Heute ist der Holunder in ganz Europa, dem Kaukasus, Kleinasien, Westsibirien und Nordafrika besonders auf nährstoffreichen Böden zu finden. Die Zweige des 2 bis 5 m hohen Strauches sind mit einer grauen Rinde bedeckt und mit einem weissen, dicken Mark ausgefüllt. Die gegenständigen, dunkelgrünen Blätter sind unpaarig gefliedert. Die gelblich-weissen, duftenden Blüten stehen in grossen, flachen Trugdolden, die meist fünf Hauptäste aufweisen. Blüte Durch die späte Blüte im Juni besteht keine Spätfrostgefahr. Die weiss oder gelblich leuchtenden, flachen Trugdolden verströmen einen süsslichen Geruch. Der Holunder ist selbstfruchtend und benötigt deshalb keine Bestäuber. ![]() Frucht Je nach Sorte beginnt die Fruchtreife ab Mitte August und geht bis September/Oktober. Die einzelnen Steinfrüchte sind kugelig, 5-7 mm gross und schwarzviolett glänzend. Die Früchte sind nicht unbedingt zum Rohgenuss geeignet, denn der Inhaltsstoff Sambunigrin kann Verdauungsstörungen hervorrufen. Schwarzer Holunder ist sehr gesund, denn die Früchte haben einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt. ![]() An Inhaltsstoffen sind nennenswert: Blüten: ätherische Öle mit aromatischen Aminen, Glykoside, Cholin, Flavone Blätter: Glykoside, Alkaloide, Saponin, Harz, Bitterstoffe, Gerbstoffe Beeren: Vitamin A, C und Eisen Tip fürs Frühjahr: "Sekt" aus Holunderblüten Drei sehr grosse Holunderdolden sorgfältig abspülen und in einen grossen Tontopf (6-7 Liter) zusammen mit einer in Scheiben geschnittenen Zitrone legen. Darüber 1/8 Liter guten Weinessig giessen. 500 Gramm Vollrohrzucker darüber streuen. Wenn sich der Zucker gelöst hat, 5 Liter abgekochtes Wasser aufgiessen und gut umrühren. Den Saft nach drei Tagen in dickwandige Flaschen füllen. Gut verschliessen! Das Getränk kalt stellen. Nach etwa zehn Tagen ist der erfrischende "Sekt" genussfertig. |