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Buntspechte
nisten in allen Wäldern Mitteleuropas, im Gegensatz zu Grünspechten
auch in Nadelwäldern. Dort reissen sie gern Fichten- oder Kiefernzapfen
ab. Damit fliegen sie an einen Stamm, wo sie den Zapfen in ein zuvor ausgehacktes
Loch klemmen und so lange darauf hämmern, bis sie die Samen aus den
zerspaltenen Schuppen holen können. Da der Buntspecht aber vor allem
Larven von Bock und Borkenkäfern frisst, ist er wie alle Spechte
bei Forstleuten beliebt. Imker schätzen ihn weniger, denn er beschädigt
Bienenstöcke, wenn er an die Brut heran will. Er meißelt auch
in Telegraphenmasten Löcher, um an Insekten zu kommen. Im Frühjahr,
wenn in den Bäumen der Saft steigt, ringeln Buntspechte die Bäume:
sie schlagen die Rinde um den Stamm in Spiralen an, bis sie die aus getroffenen
Saftbahnen austretenden Tropfen ablecken können. Bei ihrem Wellenflug
legen sie im Tal die Schwingen an den Körper und beschreiben dann
mit schnellem Flügelschlag einen neuen Bogen. Sie rufen laut und
scharf "kick", geben aber auch krächzende Laute von sich.
Der Buntspecht singt nicht, er trommelt: mit dem Schnabel hämmert
er in rasender Folge (10 Schläge in der Sekunde) auf einen schwingenden
Gegenstand, meist einen dürren Ast. Dieses Trommeln hört
man bei den meisten Spechten besonders im Frühling weithin. Es hat
nichts mit dem Klopfen bei der Nahrungssuche zu tun. |